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  • Beratercafé

5. Beratercafé der DLG Eifel eG

Teilgenommen haben:

  • Frau Iven, DRK Euskirchen
  • Frau Bung, Stadt Mechernich
  • Frau Schumacher-Hendus, PS Procom
  • Herr Müller, VR-Bank Nordeifel
  • Frau Farwerk, VR-Bank Nordeifel
  • Herr Paes, SEC-Expert
  • Herr Zimmermann, DRK Euskirchen
  • Frau Janzen, relaXolution
  • Herr Lassner, equitras

 

vom Projektteam:

  • Frau Sander, Projekt „Gesunde Region Eifel“ (Eichenberg-Institut)
  • Frau Voerste, Projekt „Gesunde Region Eifel“
  • Herr Obertanner, Projekt „Gesunde Region Eifel“

 

Begrüßung und Vorstellung

Das Beratercafé beschäftigte sich dieses Mal mit dem Thema „Social Days“ und der Frage, wie sich dieses Thema für die Corporate Identity (CI) eines Unternehmens nutzen lässt.

Immer mehr Unternehmen nutzen die Organisation und Durchführung von sozialen Aktivitäten, um eine gute Teamatmosphäre zu fördern und eine Identifikation mit dem Unternehmen zu stärken. Die DLG Eifel hat das Motto: Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele.

Ziel des Beratercafés war es, Impulse dafür zu geben, wie sich Unternehmen und Mitarbeiter füreinander stark machen können und gleichzeitig einen Nutzen für sich selbst zu haben. Es sollte die Gelegenheit geboten werden, durch praktische Beispiele inspiriert zu werden und konkrete Organisationsformen kennenzulernen.

 

Einführung in das Thema CI (Frau Sander)

Zu Beginn des Beratercafés erläuterte Frau Erika Sander den Begriff der Corporate Identity (CI) und was diese für ein Unternehmen bedeutet. Die CI kann als ein komplexes, strategisches Konzept betrachtet werden, in dem alle Unternehmensaktivitäten sowohl inhaltlich, als auch formal aufeinander abgestimmt werden, um eine unverwechselbare und leistungsstarke ‚Persönlichkeit‘ (des Unternehmens) zu schaffen.

 

Von der CI ausgehend entsteht die sogenannte Corporate Culture (Unternehmenskultur), die das gesamte System von Normen und Werten im Unternehmen beschreibt. Es begründet damit den Stil, den ‚spirit‘, den Charakter eines Unternehmens und nimmt in entscheidender Weise Einfluss auf sowohl die Verhaltens - als auch die Kommunikationskultur im Unternehmen. Durch eine gelebte Unternehmenskultur wird eine Solidarität und Identifikation der Beschäftigten mit dem Unternehmen angestrebt, wodurch die Vertrauenswürdigkeit und Attraktivität des Unternehmens aus Sicht externer Zielgruppen gestärkt wird (employer branding).

 

Die Idee der „Social Days“ hängt eng mit der Corporate Culture eines Unternehmens zusammen. Die Fragestellung ist hier, wie können Social Days zur Stärkung dieser Unternehmenskultur beitragen?

Eine Möglichkeit der „Social Days“ präsentierte Herr Rolf Zimmermann, vom DRK Euskirchen, mit dem „Azubi-Sozialprojekt“. Herr Zimmermann berichtete unter anderem von einem Frechener Autozentrum, die extra für eine Woche ihre Auszubildenden zur Rotkreuz-Akademie vogelsang ipschickten, um dort die sozialen Fähigkeiten und das Team im Miteinander zu fordern und zu fördern. Konkret hatten die Berufsanwärter die spannende Aufgabe, eine Walderlebnislandschaft zu planen, zu konstruieren und aufzubauen.

Weiter erzählte Rolf Zimmermann vom „Peace Camp“, bei dem junge Erwachsene aus der ganzen Welt zusammenkommen und „einen ganz besonderen Spirit“ erfahren, wie der DRK-ler erklärte: „Die Mischung aus aktiv sein und gemeinsam arbeiten, miteinander reden, etwas entwickeln, aber auch mal gemeinsam die Füße baumeln lassen, bringt allen am Ende ein grandioses Erlebnis. Die Erfahrung geht tief unter die Haut.“

 

Nach den beiden Präsentationen gab es die Möglichkeit zur Diskussion. Hier wurden vor allem weitere „Social Days“-Beispiele aus der Praxis aufgezeigt, wie z. B. Schülerhilfe, Engagement in Tierheimen, Wunschbaum, Patenschaften und dgl. mehr.  Frau Heike Iven, vom DRK Euskirchen, stellte anschließend kurz weitere Projekte unter dem Motto „Gesund und kompetent durch den Arbeitsalltag“ vor, zu denen auch ein entsprechender Flyer ausgeteilt wurde. Anschließend gab es eine Pause.

Nach der Pause leitete Frau Erika Sander in die Gruppenarbeit über, bei der sich drei Gruppen bildeten, um über folgende Fragestellungen zu diskutieren:

  1. Was könnte das Ziel eines Social Days (für mein Unternehmen) sein?
  2. Welche Zielgruppe spreche ich innerhalb des Unternehmens an?
  3. Welchen Effekt hätte dies für das Unternehmen?

 

Die Fragen wurden von den drei Gruppen folgendermaßen beantwortet:

 

  1. Das Wir-Gefühl stärken, abteilungsübergreifendes Miteinander verbessern; Motto: Saubere Eifel -> Zusammenführung der DLG Eifel-Unternehmen zu einem gemeinsamen Thema
  2. Region, DLG Eifel-Unternehmen, Azubis (Gemeinschaftsgefühl stärken, Gruppen aus verschiedenen Abteilungen); Nutzen für DRK-Einrichtungen in der Region, z. B. Pflegeheime etc.; eigenes Unternehmen besser kennen lernen
  3. Bewusstsein für das eigene Umweltschutzverhalten und Transport ins Unternehmen

 

Aus den vorherigen Überlegungen resultierten weitere Fragestellungen. Eine beschäftigte sich mit der Organisation, Werbung und Kommunikation der „Social Days.“ Hier ist es wichtig, dass zunächst zwei Ebenen unterschieden werden müssen, die DLG Eifel als Ganzes, z. B. über eine Charity-Veranstaltung oder ein Sommerfest, um das Wir-Gefühl in der Genossenschaft zu steigern, und die Unternehmen im Einzelnen mit spezifischen Events, mit Themen wie z. B. soziale Aktionen außerhalb des eigenen Betriebes oder auch einfach „Kekse backen“.

Eine weitere Frage war, was getan werden muss, um aus den „Social Days“ Nutzen für die Mitarbeiter und die DLG Eifel zu generieren. Dazu wurde folgendes zusammengetragen:

  • Präventionskurse
  • Mehr Kommunikation, was alles stattfindet
  • In Verbindung mit Digitalisierung Angebote machen
  • Mehr Werbung machen
  • DLG-Logo verwenden
  • Ansprechpersonen / Multiplikatoren schaffen und kommunizieren
  • Vertrauenspersonen beauftragen

 

Nach Zusammentragen der Ergebnisse der Gruppearbeit war das Beratercafé zu Ende. Zum Abschluss des Seminars wurden Feedbackzettel verteilt, in denen die Teilnehmer ihre Meinung zum Beratercafé niederschreiben konnten.