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Was einer allein nicht schafft, das schaffen viele
DLG-Eifel

INQA - Initiative neue Qualität der Arbeit

Mit Innovation gegen demographische Nachteile

Der demografische Wandel macht auch vor der Eifel keinen Halt. Denn auch hier ist die Arbeitswelt im Umbruch und erschwert die Suche nach qualifizierten Mitarbeitern. Um dieser Entwicklung entgegenzutreten, hat sich die VR-Bank Nordeifel eG bereits 2012 als eines der ersten zehn Pionier-Unternehmen auf Anfrage der INQA (Initiative neue Qualität der Arbeit) bereit erklärt als so genannter Pre-Tester das Audit durchzuführen. Unterstützung erhielt die Bank dabei vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie der Bertelsmann Stiftung.

Unter der Leitidee "Zukunft sichern - Arbeit gestalten" wurde ein Vier-Säulen Modell entwickelt.

 

Kooperation mit Familiengenossenschaft

Der Vorstand und die Personalverantwortlichen der VR-Bank Nordeifel eG agierten schon seit einigen Jahren als Motor und Förderer des Qualitätssiegels „Familienfreundlicher Arbeitgeber“ der Bertelsmann-Stiftung im Kreis Euskirchen. Ein Großteil der beteiligten Unternehmen war schon über die Familiengenossenschaft Nordeifel-Euskirchen miteinander verbunden.

Die Dienstleistungsgenossenschaft hat das Angebot der Familiengenossenschaft im Bereich „Chancengleichheit und Diversity“ in ihr Konzept aufgenommen und eine Kooperationsvereinbarung abgeschlossen.

So haben die Mitglieder zum Teil weiterhin Zugriff auf die Online-Leistungen der Familiengenossenschaft und auf die telefonische Beratung. Für alle Fragen rund um Kinderbetreuung und Pflege werden sie aber jetzt direkt an die Anbieter aus der Region weitergeleitet: an das Rote Kreuz im Kreis Euskirchen (Kinderbetreuung) und an die Stiftung Evangelisches Alten- und Pflegeheim Gemünd (EvA).

 

Kräfte bündeln und ein gemeinsames Angebot schaffen.

Das ist der Auftrag in § 2 der Satzung:

Die wirtschaftliche und soziale Förderung und Betreuung der Mitglieder. Durch Entwicklung, Beratung, Bereitstellung und Einkauf von Leistungen in den oben erwähnten fünf Themenbereichen.

Zum Nutzen und Mehrwert der Arbeitgeber als Mitglieder und für ihre Arbeitnehmenden – mit fairen und verlässlichen Arbeitsbedingungen. Wirkungsvoll – verlässlich - nachhaltig

Konkret geht es also darum, einen Beitrag dazu zu leisten, die regionalen Mitgliedsunternehmen als Arbeitgeber noch attraktiver zu machen sowie den Wirtschaftsstandort Eifel und die dort lebenden und arbeitenden Menschen insgesamt zu stärken. Wie bei jeder Genossenschaft geht es nicht um den wirtschaftlichen Erfolg der Genossenschaft, sondern einzig um die Förderung ihrer Mitglieder.

 

Das Thema Gesundheit steht von Anfang an im Zentrum.

Gesunde Region Eifel – Entwicklung eines Unternehmensnetzwerkes zur Förderung der betrieblichen Gesundheit bei KMU und Institutionen in der Region Eifel

Zurzeit wird in sechs Pilotunternehmen mit unterschiedlicher Mitarbeiteranzahl eine Gesundheitsbefragung mit ca. 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durchgeführt. Als Ergebnis der Befragung werden sich Schwerpunktthemen im Gesundheitsmanagement herauskristallisieren, die für einzelne oder mehrere Unternehmen relevant sind und gezielt zur Maßnahmenentwicklung zur Verbesserung der Gesundheit am Arbeitsplatz herangezogen werden.

Diese Themen zum Gesundheitsmanagement werden in einem neuen Projektformat, dem „Beratercafé“, mit den Unternehmen bearbeitet. Beratercafés dienen im Sinne von Betriebsnachbarschaften dem Austausch und der Information beteiligter und interessierter Unternehmen. Die Ergebnisse aus den durch das Projektteam gelenkten Beratercafés werden den Mitgliedern der Genossenschaft zur Verfügung gestellt.

Zur Unterstützung des Projekts stehen dem Team, neben Vorstand und Aufsichtsrat, Experten als Beirat zur Seite, die aus unterschiedlichen Institutionen, Verbänden und der Wirtschaft für das Projekt‚ Gesunde Region Eifel‘ begeistert werden konnten.

Das Projekt hat vor dem beschriebenen Hintergrund einer strukturschwachen Region und der sehr unterschiedlichen Größen der Mitglieder der Dienstleistungsgenossenschaft die Aufgabe, ein hochwertiges betriebliches Gesundheitsmanagement mit aufeinander abgestimmten und verzahnten Bausteinen und Aktionen so zu organisieren, dass es für Unternehmen aller Größen, insbesondere für die Klein- und Kleinstunternehmen, sowie für Institutionen wirtschaftlich möglich ist, daran teilzunehmen.

Folgende Projektziele werden angestrebt:

  • Der kostengünstige Zugang zu hochwertigen Gesundheitsmanagement- und Gesundheitsförderungsdienstleistungen für regionale Unternehmen und Institutionen aller Größen wird durch Pooling und andere innovative Ansätze verbessert.
  • Neue Konzepte zum Aufbau einer individuellen, organisationalen und regionalen Resilienz sowie der Erfahrungsaustausch und die praktische gegenseitige Unterstützung der KMU und der Institutionen der Region zum Thema „Gesundheit“ sowie zu angrenzenden Themen werden entwickelt, mit Pilotunternehmen und / oder -Institutionen umgesetzt und dokumentiert.
  • Neue Konzepte eines auf betrieblichem Gesundheitsmanagement basierenden einzelbetrieblichen Employer Branding werden entwickelt und in einem Netzwerk zu einem ausstrahlenden „Regional Branding“ zusammengeführt.
  • Dieses erfolgreich evaluierte Vernetzungsmodell mit der Organisationsform „Dienstleistungsgenossenschaft in einer ländlichen strukturschwachen Region“ wird zur Übertragung an weitere Regionen dokumentiert und aufbereitet.

Es soll ein Gesamtkonzept entwickelt werden, auf dessen Basis die bundesweite Umsetzung und Weiterentwicklung weiterer "Gesunder Regionen" gefördert werden kann. Die Initiative hat Modellcharakter und soll als "Blaupause" für die Gründung weiterer "Gesunder Regionen" in Deutschland dienen. Es ist geplant, dieses Modell während und nach Abschluss des Projekts in Kooperation mit der INQA und anderen Multiplikatoren deutschlandweit auszurollen. Interessierte können das Projektteam jederzeit kontaktieren.

Kooperationen mit bestehenden INQA-Projekten sind geplant: mit GeMIT-Betriebsnachbarschaften, mit NOAH-in, mit MASTER und dem Modellvorhaben GUSAGO. Des Weiteren werden bewährte Instrumente, wie der INQA-Check Gesundheit, die Materialsammlung psyGA ‚Kein-Stress-mit-dem-Stress‘eingesetzt.