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  • Beratercafé

2. Beratercafé der Dienstleistungsgenossenschaft DLG eG sowie des Projektes „Gesunde Region Eifel“

Zusammenfassung des 2. Beratercafés am 08.05.2019

Am 08.05.2019 fand in der Zeit von 15.30 Uhr bis 18.00 Uhr das 2. Beratercafé der Dienst-leistungsgenossenschaft DLG-Eifel eG mit ihren Mitgliedsunternehmen in den Seminarräumen der Stadtverwaltung Schleiden statt.

Teilgenommen haben:

  • Herr Poth, Fa. Bohnen & Mies
  • Frau Berners, Fa. Berners
  • Herr Becker, Fa. PE Becker
  • Herr Göttgens, Fa. PE Becker
  • Frau Bung, Stadt Mechernich
  • Frau Engels, Stadt Mechernich
  • Herr Hees, Fa. Papstar
  • Frau Fellbach-Vogt, DRK Euskirchen
  • Herr Großer, Allianz
  • Herr Pfeiffer, Sportwelt Schäfer
  • Herr Brauckmann, Stiftung EvA
  • Frau Vossen, Barmer
  • Frau Zilliken, BGF, Köln (AOK)

Projektteam:

  • Frau Dr. Hoß
  • Frau Sander (Eichenberg-Institut)
  • Frau Voerste
  • Herr Obertanner

 

Begrüßung und Vorstellung

Im 2. Beratercafé der DLG-Eifel ging es schwerpunktmäßig um den Austausch der Mitgliedsunternehmen rund um den Aufbau eines strategischen Gesundheitsmanagements (BGM). Aufbauend auf dem 1. Beratercafé vom 27.11.2018 , bei dem sich die Pilotunternehmen im Projekt ‚Gesunde Region‘ zur Interpretation der Ergebnisse aus der Gesundheitsbefragung austauschten, ging es nun darum zu diskutieren, welche Vorgehensweisen sich zur Umsetzung von Maßnahmen zur Gesundheitsförderung anbieten.  Frau Dr. Hoß übernahm die Moderation des 2. Beratercafés und leitete nach der Begrüßung und der Erläuterung zur Idee des Beratercafés direkt zu einer themenbezogenen Vorstellungsrunde über.

Erfolgsfaktoren in Verbindung mit dem BGM

Anhand eines in der Praxis gängigen ‚Lernzyklusses‘ zur Etablierung eines BGMs berichteten die teilnehmenden Unternehmen, in welchen Phasen des Prozesses sich welche Vorgehensweise als besonders praktikabel und erfolgreich erweisen. 

In zusammenfassender Kurzform wurden die folgenden Erfolgsfaktoren bei der Integration eines BGMs benannt:

  • Gutes Betriebsklima, offener Austausch über Probleme
  • Veränderungsbereitschaft
  • Fokussierung auf das Wohlbefinden der Mitarbeiter
  • Das Unternehmen mit all seinen Mitarbeitern eher als ‚Ganzes‘ sehen und weniger den Blick auf einzelne Aspekte / Personen lenken
  • ‚Wir müssen die Mitarbeiter vom Sofa hochholen‘: im Prozess des BGMs bleiben; mehrere konkrete Ansätze verfolgen und unterschiedliche Personen im Betrieb auswählen, die das Thema mittragen und verkörpern.
  • Konkret die Mitarbeiter befragen und auf die Vielfalt der Reaktionen, Ideen, Wünsche oder Bedarfe reagieren. Dadurch werden unterschiedliche Gruppen wahrgenommen. Beschlüsse werden dann zeitnah umgesetzt. Dafür sorgen, dass auch die zu Wort kommen, die sonst eher schweigsam sind.
  • Befragungen nutzen, um gezielt Mitarbeiter miteinzubeziehen und gleichzeitig externe Berater hinzuziehen. Daraus Maßnahmen ableiten, nach dem Motto: es wird erreicht, was gemeinsam erreicht werden soll.
  • Zufriedene Mitarbeiter = guter Wettbewerb
  • Leistungsträger stärken, um die Leistungsfähigkeit zu erhalten
  • Gesunde Führung: klare Aufgabenstellung; Wertschätzung (z.B. nach dem Urlaub eines Mitarbeiters ein kurzes Gespräch führen und den Mitarbeiter damit wahrnehmen und willkommen heißen); Lob; konstruktives Feedback; Vorbildfunktion der Führungskraft
  • Im Gespräch mit Mitarbeitern nicht die Arbeitsunfähigkeitszeiten zum Anlass für BGM nehmen (abstrakte Größe vermeiden), sondern konkret Mitarbeiter befragen
  • Mitarbeiterzufriedenheit = Produktivitätsgarantie

Die genannten Erfolgsfaktoren zum BGM werden als sinnvoll, nützlich, wertvoll und / oder positiv wirksam herausgestellt. Sie werden als eine wesentliche Bedingung dafür angesehen, dass sich der BGM-Prozess in positiver Weise entwickelt oder entwickeln kann.

Herausforderungen – Lösungsansätze 

In der folgenden Diskussion – die Frau Erika Sander moderierte – wurde nach besonderen Herausforderungen im BGM sowie nach möglichen Lösungsansätzen hinsichtlich einer gelingenden Bewältigung gefragt. In zusammenfassender Kurzform wurde folgendes genannt:

Link zur Tabelle "Herausforderungen - Lösungsansätze"

Abschließende Betrachtung

Zum Abschluss des 2. Beratercafés des Projektes „Gesunde Region Eifel“ hatten die Teilnehmer die Gelegenheit, ihr persönliches Feedback zum Beratercafé zu geben. Folgende Aussagen wurden getroffen:

  • "Netzwerken ist sehr wichtig, es muss nicht alles neu erfunden werden. Bitte weiter so!"
  • "Persönlicher Austausch ist für mich ausgesprochen wichtig, da hier 100 % der Aufmerksamkeit. Da findet sich für mich immer ein Gewinn."
  • "Guter Austausch untereinander, interessant zu erfahren, wie das BGM in anderen Unternehmen läuft."
  • "Gelungene, informative Veranstaltung."
  • "Raum für gute Gespräche untereinander. Positiv!"
  • "Gelungener Erfahrungsaustausch – positiver offener Austausch von Problemen und Herausforderungen."
  • "Das Format hat mich überzeugt und sollte so fortgesetzt werden."
  • "Positiv der Austausch zw. verschiedenen Unternehmensgrößen. Ideen durch andere entwickeln und weiterzuführen."
  • "Es waren viele interessante Aspekte, toller Austausch und wünschenswert, dass es wiederholt wird!"
  • "Interessanter Austausch – bitte weiterführen. Ich würde mir seitens der DLG eine konkrete Lösung zur Durchführung einer gesetzeskonformen psych. Gefährdungsbeurteilung wünschen."
  • "Beratercafé war informativ. Wichtiger Bestandteil: Erfahrungsaustausch."
  • "Gutes Format zum Austausch über Erfahrungen und Best Practice."
  • "Austausch und Erfahrungswerte sind immer wichtig."

Abschließende Betrachtung

Das 2. Beratercafé des Projektes „Gesunde Region Eifel“ wurde insgesamt von den TeilnehmerInnen äußerst positiv aufgenommen, was auch die Antworten auf den Feedbackbögen belegen. Die Resonanz und die Motivation der Teilnehmer waren ebenfalls herausragend und es wurde deutlich der Wunsch geäußert, die Beratercafés in dieser Form weiterzuführen.