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Gesundheit als Standortfaktor: DLG Eifel setzt auf Prävention und Partnerschaft

Mit einem Unternehmernetzwerk von 116 Mitgliedsunternehmen und rund 6.000 Mitarbeitenden ist die DLG Eifel ein bedeutender Akteur für die regionale Entwicklung in der Eifel. Gemeinsam mit verschiedenen Partnern aus dem Gesundheitsbereich setzt sie sich dafür ein, die betriebliche Gesundheitsförderung nachhaltig zu stärken.

Im Interview spricht Jessica Lammerich, Regionaldirektorin der AOK Rheinland/Hamburg für die Region Bonn – Rhein-Sieg-Kreis – Euskirchen, über die Zusammenarbeit, aktuelle Schwerpunkte und zukünftige Perspektiven.

 

DLG Eifel: Welche Bedeutung messen Sie der Zusammenarbeit mit der DLG Eifel als regionaler Dienstleistungsgenossenschaft für die Gesundheitsentwicklung unserer Region bei?

Jessica Lammerich: Der Zusammenarbeit mit der DLG Eifel als regionaler Dienstleistungsgenossenschaft messen wir eine sehr große Bedeutung bei. Seit der Gründung sind wir von Beginn an als Kooperationspartner dabei und haben die Entwicklung aktiv begleitet.
In dieser Zeit ist die DLG Eifel mit ihren beteiligten Arbeitgebern kontinuierlich gewachsen. Diese positive Entwicklung unterstreicht für uns den hohen Stellenwert der Zusammenarbeit und bestätigt den gemeinsamen Beitrag zur nachhaltigen Gesundheitsentwicklung in unserer Region.

DLG Eifel: Die DLG Eifel vereint zahlreiche mittelständische Betriebe. Welche Chancen sehen Sie darin, Gesundheitsprävention über ein starkes Unternehmernetzwerk gebündelt voranzubringen?

Jessica Lammerich: Wir sehen hier eine klare Deckungsgleichheit. Auch wir sind in vielen Betrieben in der Eifel aktiv und insbesondere über unser betriebliches Gesundheitsmanagement stark engagiert. Das Netzwerk bietet die Chance, Kräfte zu bündeln und Gesundheitsprävention wirksam voranzubringen.

DLG Eifel: Wo erkennen Sie konkrete Anknüpfungspunkte zwischen den Angeboten der AOK Rheinland/Hamburg und den Bedarfen der Mitgliedsunternehmen der DLG Eifel?

Jessica Lammerich: Konkrete Anknüpfungspunkte sehen wir bei den wiederkehrenden Gesundheitswochen „Fit im Frühjahr/Sommer“ und „Fit im Winter“. Darüber hinaus stehen wir den Mitgliedsunternehmen ganzjährig für individuelle Fragen und Anliegen zur Verfügung.

DLG Eifel: Wie kann die DLG Eifel aus Ihrer Sicht dazu beitragen, Gesundheitskompetenz nachhaltig in kleinen und mittelständischen Unternehmen zu verankern?

Jessica Lammerich: Indem individuelle, passgenaue Angebote für die Unternehmen ermöglicht werden. Nur so lassen sich die unterschiedlichen Bedarfe wirklich treffen und Gesundheitskompetenz nachhaltig verankern.

DLG Eifel: Welche Rolle spielt betriebliche Gesundheitsförderung gerade in ländlich geprägten Regionen wie der Eifel?

Jessica Lammerich: Betriebliche Gesundheitsförderung spielt eine zentrale Rolle, um in ländlichen Regionen ein starkes Netzwerk zu schaffen, von dem alle profitieren. Gerade hier gilt: Was einer allein nicht schafft, können viele gemeinsam erreichen. Zudem ist sie ein wichtiger Faktor, um die Arbeitgeberattraktivität zu steigern, da es deutlich herausfordernder ist, Fachkräfte für ländliche Regionen zu gewinnen.

DLG Eifel: Inwiefern können Kooperationen mit der DLG Eifel dazu beitragen, Fachkräfte zu sichern und Arbeitgeberattraktivität zu stärken?

Jessica Lammerich: Kooperationen tragen dazu bei, den Wirtschaftsstandort Eifel insgesamt zu stärken. Als verlässlicher Ansprechpartner unterstützen wir Unternehmen dabei, ihre Attraktivität zu erhöhen und Fachkräfte langfristig zu sichern.

DLG Eifel: Gibt es aus Ihrer Sicht innovative Präventionsansätze, die sich besonders gut über ein Netzwerk wie die DLG Eifel multiplizieren lassen?

Jessica Lammerich: Ja, durch das Netzwerk lassen sich innovative Präventionsansätze sehr gut multiplizieren. Gerade durch gemeinsame Partner gerade aus dem Sport- und Fitnessbereich, können gemeinsame Angebote effektiv umgesetzt und breit gestreut werden.

DLG Eifel: Welche gemeinsamen Initiativen könnten Sie sich künftig zwischen der AOK Rheinland/Hamburg und der DLG Eifel vorstellen?

Jessica Lammerich: Wir könnten uns gut eine stärkere Verknüpfung der digitalen Angebote vorstellen, zum Beispiel durch eine Einbindung unserer Veranstaltungsseite auf der Homepage der DLG Eifel, um Seminare und Angebote breiter sichtbar zu machen. Darüber hinaus sehen wir insbesondere im Bereich Mental Health großes Potenzial für gemeinsame Initiativen, gerade im Blick auf zunehmende psychische Belastungen der Arbeitnehmer.

DLG Eifel: Welche Erwartungen verbinden Sie mit einer strategischen Partnerschaft zwischen Krankenkasse und Dienstleistungsgenossenschaft?

Jessica Lammerich: Wir verbinden mit einer strategischen Partnerschaft eine Kooperation auf Augenhöhe, kurze Abstimmungswege und eine konsequent bedarfsorientierte Ausrichtung. Wichtig ist uns zudem eine verlässliche und praxisnahe Umsetzung gemeinsamer Maßnahmen sowie die Möglichkeit, flexibel und schnell auf neue Anforderungen reagieren zu können.

DLG Eifel: Wenn Sie einen Blick in die Zukunft werfen: Wie könnte eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen der AOK Rheinland/Hamburg und der DLG Eifel in fünf Jahren aussehen?

Jessica Lammerich: In fünf Jahren stellen wir uns eine weiterhin erfolgreiche Zusammenarbeit vor, die stark auf Prävention fokussiert ist. Der präventive Ansatz soll noch mehr in den Vordergrund rücken als der rehabilitative. Beispielsweise könnten unsere Stabsstellen regelmäßig Impulsvorträge bei der DLG Eifel halten und so die Gesundheitskompetenz der Unternehmen nachhaltig stärken.